Schachabteilung der SpVg. Möhnesee

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Erfolg für die SpVg. Möhnesee im Halbfinale des OWL-Viererpokals

01.02.2010 [Franz Schwarzkopp]

Im Viererpokal macht die Mannschaft der SpVg. Möhnesee wie schon im Jahr zuvor ihrem Ruf als Pokalschreck alle Ehre; in einem sehr intensiv geführten Duell wurde die starke Vertretung aus Gütersloh bezwungen und der Einzug in das Finale des Schachverbandes Ostwestfalen/ Lippe gefeiert. Die favorisierten Gütersloher brachten neben Ihrem Heimvorteil noch einen um 70 Punkte höheren DWZ-Schnitt in die Waagschale, doch die Möhneseer, die sich auch für die klare Niederlage in der Regionalliga revanchieren wollten, erwiesen sich von Anfang an als gleichwertige Gegner und zwangen dem Gastgeber an allen Brettern einen scharfen Kampf auf.

Dieser schien nach gut 4 Stunden Spielzeit zugunsten der Gütersloher zu kippen. Ralf Beecht (Brett 4) musste nach einem Bauernopfer in der Eröffnung und starker Verteidigung seines Gegners einen zweiten Bauern investieren, fand sich jedoch nach dem Abtausch fast aller Figuren in einem verlorenen Endspiel wieder. Gleichzeitig verlor Werner Luimes (Brett 3) in einer scharfen Stellung, in der sein Gegner auf das Läuferpaar und Raumvorteil pochte, während Luimes sich eingeigelt hatte und die Schlüsselpunkte im Zentrum kontrollierte, die Übersicht und musste nach einem übereilten Damenzug eine Positionsruine in Kauf nehmen, die er schließlich aufgab. Damit mussten die Spitzenbretter Tobias Tscheuschner und Uwe Bremke gewinnen, denn im Pokal entscheiden bei einem Mannschaftsremis die an den höheren Brettern erzielten Punkte über das Weiterkommen. Als Erster konnte Uwe Bremke (Brett 2) diese schwierige Aufgabe lösen; er hatte von Anfang an dominiert, dann allerdings im sicheren Gefühl des Sieges eine tückische Kombination des Gegners übersehen, die diesem vollen Ausgleich bescherte. Das nun entstehende komplizierte Endspiel gipfelte darin, dass Bremke mit Turm, Springer und einem vorstürmenden a-Bauern gegen einen Turm und drei verbundene Freibauern des Gegners auf dem Königsflügel spielen musste. Ein Springeropfer sicherte schließlich die gerade noch rechtzeitige Umwandlung von Bremkes Freibauern, so dass der gegnerische König vom Turm und der neuen Dame zur Strecke gebracht wurde. Danach konnte Tobias Tscheuschner den starken gegnerischen Spitzenspieler bezwingen. Das Läuferpaar des Möhneseers und die gegnerischen Schwächen am Damenflügel erwiesen sich im Endspiel als zu schwere Hypothek für den Gütersloher. Wie schwierig und zeitintensiv die Verwertung des Vorteils war, ließ sich daran ablesen, dass Tscheuschner für sein fehlerfreies Spiel von den drei ihm zustehenden Stunden Bedenkzeit alles bis auf eine Minute verbraucht hatte. Im Finale wird Möhnesee wahrscheinlich auf die höherklassigen Herforder treffen. Nach den bisherigen Leistungen im Pokal kann man dort aber erhobenen Hauptes antreten und vielleicht eine weitere Überraschung schaffen.