





13.02.2012 [Hermann Greving]
Am 5. Spieltag der Regionalliga Ostwestfalen-Lippe gelang der ersten Schachmannschaft der SpVg. Möhnesee gegen den SK Werther endlich der lang erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Die Gäste aus Werther, die in den letzten Jahren immer eher oben in der Tabelle zu finden waren, hatten bisher ebenso wie Möhnesee eine verkorkste Saison gespielt, so dass das Haus des Gastes in Körbecke ein echtes Abstiegsduell erlebte.
An den meisten Brettern ergaben sich schon früh aussichtsreiche Stellungen für die Möhneseer, und als Uwe Bremke (Brett 1) aus einer der eher schlechten Stellung nicht nur zum Remis entschlüpfen, sondern dank der Mithilfe seines Gegners sogar zum 1:0 gewinnen konnte, schien die Vorentscheidung gefallen. Tobias Tscheuschner erhöhte am zweiten Brett zum 2:0, am Ende einer zweischneidigen Partie verzichtete er auf das bis dahin eigentlich leistungsgerechte Remis und startete angesichts der horrenden Zeitnot seines Gegner einen riskanten Angriff, der zum Erfolg führte, weil der Gegner nicht die richtige Verteidigung fand. Doch schon kurz danach schlugen die Gäste in der allgemein beginnenden Zeitnotphase zurück. Gerhard Dyballa (Brett 6) hatte die Partie zunächst sicher im Griff, fand aber nach einem Verzweiflungsopfer seines Gegners nicht die richtige Verteidigung und musste sich ebenso geschlagen geben wie Klaus Nolte (Brett 3) nach einer strategischen Fehlentscheidung.
Damit hatte Werther ausgeglichen, aber die restlichen Partien sprachen weiterhin für Möhnesee, und tatsächlich konnten Matthias Seibt (Brett 4) und Werner Luimes (Brett 5), die ihre Gegner schon aus der Eröffnung heraus positionell in den Schwitzkasten genommen hatten, die jeweiligen Endspiele souverän gewinnen.
Nach der Niederlage von Jörg Groneberg (Brett 7), der schon in der Eröffnung „verdächtig“ gestanden hatte und sein Endspiel nicht halten konnte, stand es 4-3, so dass die letzte Partie von Ralf Beecht (Brett 8) die Entscheidung bringen musste. Beecht hatte die ganze Partie über eine schöne Initiative und hätte wohl gewinnen können, entschied sich aber für eine einfache Remisabwicklung, um den Mannschaftssieg sicherzustellen und das strapazierte Nervenkostüm des Mannschaftsführers zu schonen. Damit hat die Mannschaft die Abstiegsplätze verlassen und ihre Chancen auf den Klassenerhalt deutlich verbessert.