





02.05.2012 [Werner Luimes]
Nach der 3:5 Niederlage gegen die 2.Mannschaft des Herforder SK hängt der Verbleib in der Regionalliga für die 1.Mannschaft der SpVg Möhnesee am seidenen Faden.
Uwe Bremke am 1.Brett verlor in der Eröffnung einige Tempi und konnte vermutlich froh sein, dass ihm Kirnos, sein starker Gegner, Remis anbot.
Am 4.Brett verdarb Werner Luimes seine Partie bereits in der Eröffnung. Einige systemwidrige Züge passten in das Bild der recht schwachen Vorstellung, und ein krachendes Springeropfer des Herforders beendete die ungleiche Partie.
Zu Beginn sah es an den Brettern sechs bis acht nach drei Siegen für Möhnesee aus, doch am Ende verblieb lediglich ein magerer Punkt. Ralf Beecht an Brett acht schien seinen Gegner sicher im Griff zu haben, da das Herforder Lager nicht zu übersehende Schwächen auf den weißen Feldern aufwies. Ein leider etwas voreiliger Damenzug Beechts zwang ihn jedoch dazu, Dauerschach zu geben.
Thomas Enste an Brett sieben schien nach Meinung des Berichterstatters auf Gewinn zu stehen, als sich Thomas am Damenflügel mit einem mächtigen Freibauern beschäftigen musste. Dieser ließ sich zwar noch stoppen, doch letzten Endes war entscheidend, dass der Herforder im Damenendspiel Thomas' Königsflügelbauern kassieren konnte.
Jörg Groneberg am 6.Brett kam sehr gut aus der Eröffnung heraus und gewann im Mittelspiel durch ein Scheinopfer einen Bauern. Das Turmendspiel schien ganz klar für Jörg zu sprechen, zumal die Herforder Stellung noch an einem Doppelbauern krankte. Jörg ließ den Herforder aber so lange fummeln, bis die Partie Remis endete.
Klaus Nolte an Brett drei wählte das Königsgambit und entschied sich für ein Turmopfer, das sich allerdings nach ein paar Zügen als inkorrekt erwies. Trotz langer, heftiger Gegenwehr reichte es am Ende nur zu einer Null für Klaus.
Tobias Tscheuschner an Brett zwei stand lange Zeit unter starkem positionellen Druck, konnte aber im Endspiel überraschender Weise einen Bauern gewinnen. Weil aber der Herforder einen starken Freibauern auf der sechsten Reihe besaß, der Tobias' Springer gekostet hätte, musste er mit Remis durch Dauerschach des Gegners zufrieden sein.
Gerhard Dyballa, dem in Fachkreisen immer noch das Label „Tiger von Zabrze“ anhaftet, spielte die einzige wirklich überzeugende Partie. Mit drei Bauern hatte er das Zentrum besetzt und ließ so dem Herforder keinen Raum, die Figuren zu entwickeln. Mit einem Turm, der auf die siebte Reihe vorgedrungen war, rasierte er zunächst den Damenflügel des Herforders, tauschte nach einigen Schachgeboten die Damen, verblieb mit drei Mehrbauern – und gewann.
Die Lage stellt sich für unsere Mannschaft nun so dar: Gewinn im letzten Mannschaftskampf gegen Bielefelder SK 2 bedeutet jedenfalls den Verbleib in der Regionalliga. Unentschieden könnte ebenfalls reichen, falls Werther gegen Herford verliert.
Schau'n mer mal.